Agrarindustrie

Steuergelder

© Janni

Wie vielleicht bekannt ist wurde nun doch eine erste Nothilfe von 340 Millionen Euro für die Agrarindustrie aufgrund der Dürre beschlossen. Klöckner sei dank – was interessiert mich mein Geschwätz von gestern....

Enorme Ernteausfälle durch den "ewigen Hochsommer", kein Regen. Es könnte logisch klingen, dass nun der Landwirtschaft geholfen wird, ist es meines Erachtens allerdings nicht. Der Verbraucher/Bürger/Steuerzahler wird im Dunkeln gelassen und muss hinnehmen, dass nun Steuergelder an die Landwirtschaft gehen - sehr demokratisch....

Ohnehin können die EU Landwirte Unsummen an Förderungen seitens des Bundes und EU jährlich bekommen.

Dann fange ich mal an: Ich bin Unternehmer und verkaufe ein Produkt. Nun bin ich nicht in der Lage vernünftig zu wirtschaften und zusätzlich führe ich ein Preiskampf mit meinen Kollegen aus der gleichen Branche. Das Resultat: Niedrige bis keine Gewinne oder ich zahle drauf. In der freien Wirtschaft würde man mir sagen: Such` Dir einen Job und ich müsste mein Gewerbe aufgeben. Oder ich muss meine Verkaufspreise entsprechend kalkulieren - solidarisch in meinem Verband.

Allzu gerne stellt man sich allerdings in die Opferrolle: Der böse Verbraucher will keine fairen Preise zahlen, etc., etc. Zudem hat man mehrfach großkotzig verlauten lasse, dass man keine Almosen braucht und möchte - aja.

Nun schlägt die Natur zurück, langfristig sind ähnliche Sommer zu erwarten. Bedeutet das, dass ein unrentabler, naturzerstörender Verband nun jedes Jahr etliche Millionen oder am Ende gar Milliarden einstreicht?

Wenn Verluste nun vom Verbraucher getragen werden, weshalb muss der Verbraucher nun auch zusätzlich höhere Preise für die Nahrungsmittel zahlen??? Nicht wirklich logisch.

Wenn ich ein Freibad betreibe und habe einen verregneten Sommer - weshalb bekomme ich dann keine Entschädigung wegen des Wetters???? Oder einen Dachdeckerbetrieb, der aufgrund von Frost weniger Aufträge annehmen kann? Nein, kann ich nicht.

Zudem bestreitet man seitens der Landwirtschaftslobby auch den Klimawandel.

Ich persönlich sage nein zu jeglicher Unterstützung der Landwirtschaft, des Geschäftes mit Tieren und unserer Gesundheit.

Es ist kein Argument, dass der Verbraucher höhere Preise zahlen möchte. Wir sind nicht bei wünsch Dir was, sondern bei so ist es nun mal.

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