Bedrohung für Wildtiere

Bedrohung für Wildtiere

Vorbeugung tödlicher Unfälle auf den Feldern

prudkov / fotolia.com

Die großen Erntemaschinen können den Wildtieren auf unseren Feldern sehr gefährlich werden. Jährlich werden gut eine halbe Million Wildtiere von den Erntemaschinen getötet und auch sehr viele schwer verletzt, unter Ihnen etwa 100.000 Rehkitze.

Wie auch beispielsweise junge Hasen verstecken sich die Tiere in den Feldern und verharren regungslos wie es Ihr Instinkt vorschreibt. Das wird Ihnen oftmals – wie auch bei frei laufenden Hunden zum tödlichen Verhängnis. Hinzu kommen die Zerstörung von Nestern, darunter auch von sehr bedrohten Arten wie Kiebitze und Lerchen.

Die intensive Landwirtschaft verursachen diese erschreckenden Zahlen. Mit dem Einsatz von zusätzlichem Dünger werden Grassorten eingesetzt, die ohnehin ein enorm schnelles Wachstum haben. Welches hierdurch nochmals beschleunigt wird und entsprechend oft geschnitten wird. Im Frühjahr, der Brutzeit der meisten Tier beginnt zudem die Mahd.

Vorbeugung tödlicher Unfälle auf den Feldern

Bedauerlicher Weise setzen zu wenige Landwirte die vielen Möglichkeiten der Vorbeugung solcher tödlicher Unfälle ein, die es durchaus gibt und ziemlich erfolgreich sind. In den USA wird der sogenannte „Life Finder“ eingesetzt. Hierbei handelt es sich um einen Wärmedetektor. Eine zuverlässige Möglichkeit die Tiere vorher aufzuspüren. Ebenso gibt es Infrarotgeräte (welche auch im Auto eingesetzt werden könnten, wenn die Automobilhersteller wollen würden oder die Politik eingreift) und Mikrowellengeräte. Sie messen die Wärme der Umgebung und den Wassergehalt. So lassen sich Tiere leicht erkennen.

Die Anschaffung dieser Geräte und der Einsatz kosten Geld und Zeit, welche den Gewinn schmälern...Die Politik fühlt sich nur bedingt zuständig.

Eine bessere Zusammenarbeit in Form der Koordination bevor die Ernte beginnt wäre die nächste Möglichkeit. Brutzeiten werden beachtet und die typischen Plätze regelmäßig kontrolliert und die Tiere vorübergehend entfernt.

Simple Maßnahmen wie die Schallerzeugung, Blinklampen, flatterndes Absperrband, weiter Signale, die Geräusche erzeugen bis hin zu Luftballons können ebenso effizient sein, da die Muttertiere dies registrieren und die Jungen rechtzeitig in Sicherheit bringen. Jagdhunde können ebenfalls eingesetzt werden. Duckende Wildtiere können auch durch die Einstellung der Schnitthöhe gerettet werden.

Es wird allerdings immer nur appelliert und zu oft ignoriert. Hier ist eine vernünftige Gesetzgebung und klare Regelung gefragt. Die Vernunft und Rücksicht ist zu selten vorhanden.

Zurück

Life For Nature | Stiftung für Tierschutz, Natur und Umwelt | 06147-204823 |
© 2018 | Datenschutz | Impressum