Der Löwe

Der König der Tiere

Mythos, Legende, Wahrzeichen, Symbol – Der Löwe. Er ziert Fahnen und Flaggen, Firmenlogos, Statuen wurden und werden errichtet, Sportvereine nehmen den Namen mit auf, selbst ein Schokoriegel nennt sich so, der Löwe wird vergöttert und angebetet. Er symbolisiert Kraft, Macht, Stärke und Überlegenheit. Selbst ein Sternzeichen hat der Löwe inne. Auch ist der Löwe Hauptdarsteller etlicher Filme, wird besungen und über Ihn gedichtet.

In unserer Serie beleuchten wir den Mythos des Löwen, liefern Daten und Fakten. Vom Sternzeichen bis zur Gegenwart. Nicht zuletzt, da er all diese Attribute hat, sondern weil es nicht gut um die Löwen der Erde steht.

Das Sternzeichen Löwe

Wer in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August geboren wurde, befindet sich im Sternzeichen Löwe, welches das fünfte Tierkreiszeichen darstellt. Der Planet des Löwen ist die Sonne und sein Element ist das Feuer.

Der Löwe im Allgemeinen

Grundsätzlich zieht den Löwen das Rampenlicht magisch an, denn er sehnt sich nach Beifall und aufkommender Bewunderung. Mit seinem unerschütterlichen Selbstvertrauen und seiner absolut stolzen Haltung versucht der Löwe sein Reich zu erobern, wobei er natürlich ganz genau weiß, dass er mit seinem charmanten und strahlenden Lächeln und seiner Anziehungskraft überzeugt. Der Löwe steht gern im Mittelpunkt der Gesellschaft und dabei braucht er sich nicht in den Mittelpunkt drängen, sondern er ist überall beliebt durch sein sonniges Naturell. Außerdem legt der Löwe sehr viel Wert auf Luxus und Statussymbole, denn er möchte mit seinem leuchtenden Image die Menschen beeindrucken.

Der Löwe ist im Allgemeinen großmütig und gerechtigkeitsliebend und wenn er sich nur auf die wichtigen Dinge im Leben konzentriert, kann er wirklich Großes erreichen. Der Löwe steht schon immer für Mut, Überlegenheit und Kraft, was ein Grund dafür ist, dass der Löwe unzählige Familienwappen ziert. Auch wenn der Löwe stets versucht an die Spitze zu gelangen, so macht ihn das keinesfalls unbeliebt. Hin und wieder muss er allerdings aufpassen, dass er nicht leicht arrogant wirkt. Mit alltäglichen Situationen kommt der Löwe sehr gut zurecht und nebenbei übernimmt er gerne Verantwortung, wobei er allerdings auch am liebsten die Aufgaben übernimmt, welche seinen eigenen Ansprüchen und Vorstellungen entsprechen. Sollte dies einmal nicht möglich sein, kann der Löwe durchaus bockig werden.

Da der Löwe von der Sonne regiert wird, strahlt er ebenso gern wie die Sonne Wärme aus. Allerdings muss er stets aufpassen, dass seine Großzügigkeit und sein Beschützerinstinkt nicht von anderen ausgenutzt werden. Gern macht es sich der Löwe hin und wieder auch mal bequem, aber genauso furchtlos begibt er sich dann auch wieder in schwierige Situationen. Wenn er gegen Unterdrückung und Gemeinheit vorgeht, dann kann er auch schon mal die Distanz vergessen und lässt andere spüren, dass er mit bestimmten Dingen nicht einverstanden ist.

Die Löwe-Frau

Sie strahlt Klugheit, Lebhaftigkeit und außerdem Sex-Appeal aus, wobei eine Löwe-Frau keine herkömmliche Frau, sondern ein Luxusgut ist. Die Löwin ist jederzeit bereit einen ausgewachsenen Wutanfall zubekommen, aber dann kann sie auch wieder süß wie ein Kätzchen schnurren. Auch ist die Löwin durchaus in der Lage, sich sehr ruhig zu verhalten, wobei hierbei Vorsicht geboten ist, denn nicht selten ist diese Ruhe nur gespielt, da sie weiß, dass sie somit zu Erfolg kommt. Sobald eine Löwin nicht mehr die erste Geige spielt, kann ihre scheue und unterwürfige Art schnell verschwinden. Eine Löwe-Frau gibt sich nur selten die Blöße zuzugeben, dass es ihr nicht gut geht und sie angeschlagen ist. Eine Löwe-Frau kann man begeistern indem man ihr etwas Teures kauft, wobei es unerheblich ist was man kauft, Hauptsache es ist teuer. Außerdem achtet eine Löwe-Frau auf einen edelangezogenen Partner, denn sie liebt die Bewunderung auch von Mitmenschen. Da die Löwin selbst eine sehr starke Frau ist, braucht sie auch einen starken Partner an ihrer Seite. Prinzipiell kann die Löwin mit einem sensiblen Fisch beispielsweise nichts anfangen. Eine Löwin kommt sowohl mit Männern als auch mit anderen Frauen gut aus, wobei sie sich neutral gibt, von anderen sofort gemocht wird und nicht selten ungewollt im Mittelpunkt steht. Männer zieht eine Löwin magisch an und damit wird sie sich auch abfinden müssen, denn sie übt eine große Anziehungskraft auf Männer aus.

Der Löwe-Mann

Unter Umständen lebt ein Löwe-Mann sehr verschwenderisch mit seinem Geld, wobei er allerdings auch viel Wert auf seine Schönheit legt. Der Löwe möchte stets im Mittelpunkt stehen und er wird auch immer Zuschauer bekommen. Wer dem Löwen zuhört, ist schnell auf seiner Seite und kann ihn für sich begeistern. Er liebt es bewundert zu werden und mag es sehr, wenn ihm geschmeichelt wird. Auch möchte der Löwe von seinen Mitmenschen respektiert werden. Unter seinem geduldigen Wesen verbirgt sich ein Feuer und seine äußerliche Ruhe ist häufig nur gespielt. Als Beschützer sucht der Löwe die große Liebe und wenn er sie nicht findet, dann wird er dahinschmachten, denn er muss von einer Frau angebetet werden, um nicht zu vor Sehnsucht zu sterben. Der Löwe ist grundsätzlich sehr eifersüchtig und was ihm einmal gehört, das gibt er auch nicht wieder her. Gern bestimmt der Löwe darüber was eine Frau anziehen soll, welche Frisur er am besten an ihr findet oder wie sie ihren Tag gestalten soll. Nur wer sich damit abfinden kann, kann bei einem Löwen auch glücklich werden und versuchen ihn zu zähmen.

Mythologie Griechenland

Nemeischer Löwe

Der nemeische Löwe war ein unverwundbarer Löwe der griechischen Mythologie, der in den Wäldern der Argolis auf der Peloponneszwischen Nemea und Kleonaiauf Veranlassung von Hera sein Unwesen trieb, indem er Mensch und Tier anfiel. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Kithäronischen Löwen.

Der Nemeische Löwe war möglicherweise ein Abkömmling von Typhon und Echidnavielleicht aber auch vom Himmel, vielleicht vom Mond gefallen oder Sohn der Mondgöttin.

Die Sage hierzu lautet wie folgt: Herakles war bei der Göttin Hera in Ungnade gefallen, worauf diese ihn in den Wahnsinn schickte. Dem Wahnsinn verfallen, warf Herakles seine 12 Kinder ins Feuer. Um sich von seiner Schuld zu befreien, wurde er dazu verdammt 12 Jahre dem König Eurystheus zu dienen, der ihm 12 Aufgaben auferlegte.

Herakles sollte als erste der für Eurystheus zu verrichtenden 12 Arbeiten diesem das Fell des Löwen bringen. Dass der Löwe unverwundbar war, merkte der Held, als er ihn mit Pfeilen beschoss, die aber einfach abprallten. Also schlug er dem Untier, als es auf ihn lossprang, seine riesige Keule (ein ganzer Olivenbaum musste dafür herhalten) über den Schädel. Der Löwe flüchtete sich in seinen Unterschlupf, eine Felsspalte, die den Berg Tretos in zwei Hälften teilte. Nachdem Herakles den einen Ausgang des Spalts verschlossen hatte, packte er den Löwen, als der am anderen Ende herauskam, und würgte ihn zu Tode. Er balgte den Löwen mit dessen eigenen Krallen ab, denn nur diese waren in der Lage, die Haut des Tieres zu zerschneiden, nahm das Fell über den Arm und machte sich auf den Rückweg nach Tiryns zu Eurystheus. Später machte er sich aus dem Fell einen Umhang, der ihn fast unverwundbar machte.

Als Eurystheus ihn mit dem Fell kommen sah, erschrak er so sehr über dessen Kraft, dass er sich in einem Topf versteckte und sich weigerte, Herakles zu empfangen. Auch später wagte der König nicht mehr, ihn vorzulassen, sondern ließ ihm außerhalb der Stadtmauern seine Befehle von einem gewissen Kopreus übermitteln.

Der Löwe wurde später von Hera als Sternbild Löwe an den Himmel versetzt.

Der Kithaironische Löwe

Er ist ein Untier in der griechischen Mythologie, das im Gebirgszug des Kithairon haust und das Land des Amphitryon, dem Stiefvater des Herakles, heimsucht. Der Kithaironische Löwe wird schließlich vom jungen Herakles kurz nach dem Auszug aus seinem Elternhaus und dem Beginn seiner Wanderungen erschlagen, welcher sich das Fell und das Haupt der erlegten Bestie aneignet: den Kopf des Löwen trägt Herakles fortan als Helm, sein Fell als Umhang. Neben der Keule und dem Füllhorn (Horn des Acheloos) gelten Löwenkopfhelm und Löwenfell insbesondere in der bildenden Kunst als Attribute des Herakles.

Der Kithaironische Löwe ist zu unterscheiden vom Nemeischen Löwen, den Herakles im Zuge seiner zwölf Aufgaben erlegt.

Biebel: Daniel in der Löwengrube

Daniel 6, Vers 7 bis 25

Da kamen die Fürsten und Statthalter eilends vor den König gelaufen und sprachen zu ihm: Der König Darius lebe ewig! Es haben die Fürsten des Königreichs, die Würdenträger, die Statthalter, die Räte und Befehlshaber alle gedacht, es solle ein königlicher Befehl gegeben und ein strenges Gebot erlassen werden, da jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten wird von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden soll. Darum, oh König, wollest du ein solches Gebot ausgehen lassen und ein Schreiben aufsetzen, das nicht wieder geändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist. So ließ der König Darius das Schreiben und das Gebot aufsetzen. Als nun Daniel erfuhr, daß ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte. Da kamen jene Männer eilends gelaufen und fanden Daniel, wie er betete und flehte vor seinem Gott.

Da traten sie vor den König und redeten mit ihm über das königliche Gebot: Oh König, hast du nicht ein Gebot erlassen, daß jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten würde von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden solle? Der König antwortete und sprach: Das ist wahr, und das Gesetz der Meder und Perser kann niemand aufheben. Sie antworteten und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Gefangenen aus Juda, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du erlassen hast; denn er betet dreimal am Tage. Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt und war darauf bedacht, Daniel die Freiheit zu erhalten, und mühte sich, bis die Sonne unterging, ihn zu erretten. Aber die Männer kamen wieder zum König gelaufen und sprachen zu ihm: Du weißt doch, König, es ist das Gesetz der Meder und Perser, daß alle Gebote und Befehle, die der König beschlossen hat, unverändert bleiben sollen. Da befahl der König, Daniel herzubringen. Und sie warfen ihn zu den Löwen in die Grube.

Der König aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienst, der helfe dir! Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Öffnung der Grube; den versiegelte der König mit seinem eigenen Ring und mit dem Ringe seiner Mächtigen, damit nichts anderes mit Daniel geschähe. Und der König ging weg in seinen Palast und fastete die Nacht über und ließ kein Essen vor sich bringen und konnte auch nicht schlafen. Früh am Morgen, als der Tag anbrach, stand der König auf und ging eilends zur Grube, wo die Löwen waren. Und als er zur Grube kam, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Und der König sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienst, auch erretten können von den Löwen? Daniel aber redete mit dem König: Der König lebe ewig! Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, so daß sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch gegen dich, mein König, habe ich nichts Böses getan.Da wurde der König sehr froh und ließ Daniel aus der Grube herausziehen. Und sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut. Da ließ der König die Männer, die Daniel verklagt hatten, holen und zu den Löwen in die Grube werfen samt ihren Kindern und Frauen. Und ehe sie den Boden erreichten, ergriffen die Löwen sie und zermalmten alle ihre Knochen.

Südafrika: Androcles und der Löwe

Es geschah in den alten Tagen Roms, als ein Sklave mit Namen Androcles seinem Herrn entlaufen und in den Wald geflohen war. Er wanderte dort eine lange Zeit umher, bis er müde, verzweifelt, und vor Hunger ganz schwach war. Da plötzlich hörte er in nächster Nähe einen Löwe schrecklich ächtzend und brüllen. Androcles wollte davon rennen, doch müde wie er war, stolperte er über eine Wurzlen und blieb wie gelähmt liegen. Als er versuchte wieder aufzustehen, sah er den Löwen auf sich zukommen. Das Raubtier hinkte auf drei Beinen und hielt die eine Vorderpfote vor sich ausgestreckt. Androcles war in der Verzweiflung; er hatte nicht mehr die Kraft aufzustehen und wegzulaufen, und da war der Löwe, der sich ihm näherte. Aber, als das große Tier bei ihm ankam, anstatt, ihn anzugreifen, ächzte und stöhnte der Löwe, und schaute Androcles nur an. Androcles sah, daß des Löwens rechte Tatze mit Blut verschmiert und sehr geschwollen war. Als er genauer hinsah, bemerkte er einen grossen Dorn, der in der Pfote steckte. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und zog dem Löwen den Dorn aus der Tatze, der vor Schmerzen aufbrüllte. Sobald er merkte, dass seine Pein vorüber war, kroch er vor Androcles als Zeichen seiner Dankbarkeit. Und, anstatt ihn zu fressen, brachte er ihm ein junges Reh, aus dem sich Androcles eine Mahlzeit zubereitete. Seit diesem Tage an teilte der Löwe seine Beute jedesmal mit Androcles, der in das grosse Tier ziemlich vernarrt wurde.

Aber eines Tages marschierten einige Soldaten durch den Wald und fanden Androcles. Und da er nicht erklären konnte, was er dort suchte, nahmen sie ihn gefangenen und führten ihn zurück zu der Stadt , von der er geflohen war. Hier fand sein Herr ihn bald und brachte ihn vor Gericht. Und er wurde zum Tod verurteilt, weil er von seinem Herrn geflohen war. Zu jener Zeit war es Brauch, Mörder und andere Verbrecher im Circus den Löwen zum Frasse vorzuwerfen, damit, während die Verbrecher bestraft wurden, die Öffentlichkeit das Schauspiel eines Kampfes zwischen ihnen und den wilden Tieren genießen konnte. So wurde Androcles verurteilt zu den Löwen geworfen zu werden, und am festgesetzten Tage wurde er in die Arena geführt, nur mit einer Stange bewaffnet, um sich vor dem Löwen zu schützen. An diesem Tage gab der Kaiser selbst das Signal, den Löwen herein zu lassen. Aber als dieser aus seinem Käfig heraus kam , und sich Androcles näherte, was denkst Du passierte dann ?? Anstatt ihn anzuspringen, schwänzelte er um ihn herum, und machte keine Anstalten ihn anzugreifen. Es war selbstverständlich der Löwe, den Androcles im Wald getroffen hatte. Überrascht von dem merkwürdigen Verhalten des Löwens, liess der Kaiser Androcles vor sich rufen und fragte ihn, wie es geschah, daß dieser bestimmte Löwe so zutraulich war. So erzählte Androcles dem Kaiser, was damals im Wald geschehen war. Daraufhin begnadigte der Kaiser Androcles und befahl seinem Herrn, ihn freizulassen. Der Löwe wurde zurück in den Wald gebracht, wo er seine Freiheit nocheinmal geniessen konnte.

Der fliegende Löwe

Einst konnte der Löwe fliegen.Er hatte Flügel wie eine Fledermaus und kein Tier konnte ihm entkommen,wenn er sich herabstürzte um Beute zu machen.Er passte dabei immer auf, dass er die Knochen seines Opfers nicht brach. Keiner wusste warum, und jeder hatte Angst danach zu fragen. Der Löwe sammelte die Knochen in seiner Höhle, die von zwei Krähen bewacht wurde, die der Löwe selber aufgezogen hatte. Jeden Tag, wenn der Löwe auf die Jagd ging, wurden die Krähen angewiesen, am Eingang der Höhle Wache zu halten und die kostbaren Knochen vor Eindringlingen zu schützen, die sie zerbrechen könnten. Eines Tages, als der Löwe gerade auf der Jagd war, kam ein Ochsenfrosch vorbei. Er fragte die Krähen, was sie da machen würden, und diese sagten, sie müssten auf die Knochen aufpassen. Da sagte der Ochsenfrosch: " Ihr müsst von dem langen Sitzen bestimmt müde sein. Lasst mich doch Wache halten, dann könnt ihr ein bischen fliegen." Weil der Löwe ja gerade nicht da war, stimmten die Krähen zu und flogen davon.

Da ging der Ochsenfrosch in die Höhle hinein und zerbrach alle Knochen, weil er neugierig war, warum der Löwe so vorsichtig mit ihnen umgeht. Als die Krähen zurück kehrten und die Knochen zerbrochen vorfanden, da fürchteten sie um ihr Leben. Sie sagten zu dem Ochsenfrosch:" jetzt wird der Löwe uns sicherlich umbringen !" Dieser aber hüpfte einfach zu seinem Teich zurück. Die verärgerten Krähen folgten ihm und versuchten nach ihm zu hacken. Der Ochsenfrosch sagte zu ihnen :" Wenn der Löwe zornig wird, dann sagt ihm einfach, ich hätte die Knochen zerbrochen. Wenn er mich dafür bestrafen will, dann kann er mich hier finden." In der Zwischenzeit befand sich der Löwe auf der Jagd. Als er sich auf eine Beute herabstürzen wollte, musste er plötzlich feststellen, dass er nicht mehr fliegen konnte. Zornig brüllte er auf und kehrte zu seiner Höhle zurück, wo er die Krähen vorfand." Wem habt ihr erlaubt, meine Knochen zu zerbrechen? Dafür werde ich Euch die Köpfe abreißen !!" Die verängstigten Krähen erwiderten, dass es der Ochsenfrosch war und begannen davon zu fliegen. Der Löwe versuchte sie zu fangen, aber da er nicht mehr fliegen konnte, war es ihm nur möglich nach ihnen zu springen. Die Krähen lachten :" Er kann nicht mehr fliegen !!" Und flogen davon, um den anderen Tieren davon zu erzählen.

Der zornige Löwe wollte dann den Ochsenfrosch bestrafen. Als er zum Teich kam, schlich er sich vorsichtig an den Frosch heran und stürzte sich auf ihn. Der Ochsenfrosch aber sprang ins Wasser und tauchte zur anderen Seite.Das ging so einige Zeit lang weiter. Jedes mal,wenn der Löwe zum Sprung ansetzte, tauchte der Frosch ins Wasser und schwamm zur anderen Seite. Mit diesem Tag lernte der Löwe, wie man sich vorsichtig an seine Beute heranschleicht. Und der Ochsenfrosch? Wann immer er einen Löwen sieht, springt er ins Wasser wo er sich versteckt und lacht.

Asiatischer Löwe – Panthera leo persica

Der asiatische Löwe gehört zur Familie der Großkatzen und zur Gattung der Panthera. Er spaltetete sich vor je nach Angaben 50000 – 100000 Jahren vom afrikanischen Löwen ab. Ebenso ist er unter dem Begriff des persischen oder indischen Löwen bekannt.

Die Ähnlichkeiten zwischen dem asiatischen und dem afrikanischen Löwen sind sehr groß, allerdings ist der prägnanteste Unterschied die Größe. Da Männchen kann bis zu 200 KG und das Weibchen etwa 125 KG schwer werden. Auch die Fellfarbe ist kaum zu unterscheiden, sandfarbig/beige. Ebenso ist die Mähne weniger ausgeprägt als bei seinen Verwandten, allerdings dafür am Ellbogenbereich eine stärkere Ausprägung der Behaarung. In der Bauchregion haben Sie eine Falte. Der Asiatische Löwe erreicht eine maximale Körperlänge von 290 cm. Die größte gemessene Körperlänge eines männlichen Asiatischen Löwen betrug, von der Nasen- bis zur Schwanzspitze, 292 cm.

Wie der Afrikanische Löwe lebt der Asiatische Löwe in Rudeln. Die Größe der Rudel ist jedoch im Durchschnitt kleiner als beim afrikanischen Vertreter. Weibliche Löwen im Gir Nationalpark leben in Gruppen von zwei bis sechs Individuen und Jungtieren.

Ursprünglich kam der asiatische Löwe vom Südosten Europas bis hin zum Mittleren und Nahen Osten vor. Kurz vor der Ausrottung mit lediglich 20 Tieren, schaffte es man im Gir Nationalpark die Art zu retten und aktuell bei 300 Tieren zu halten. Die Gefahr der Inzucht und Krankheiten ist dennoch enorm, so dass man nach Möglichkeiten sucht ein weiteres Reservat zu schaffen. 1965 wurde der 1153,42 km² umfassende Gir Nationalpark geschaffen, in dem die Population wieder anwachsen konnte. Zehn Jahre später wurde das Schutzgebiet vergrößert und ein Kernareal von 258,71 km² geschaffen.

Wie auch beim Verwandten übernehmen die Weibchen überwiegend das Jagen von Beutetieren. Selten beteiligt sich hier das männliche Tier. Sie gehen hauptsächlich nachts auf die Jagd oder aber auch am frühen Morgen. Neben dem seltenen Verzehr von Aas, fressen die Asiatischen Löwen eher Axishirsche, Sambarhirsche, Indische Gazellen, Nilgauantilopen, Vierhornantilopen und Wildschweine.

Die Fortpflanzung ist nicht an Jahreszeiten gebunden und findet ganzjährig statt, jedoch ergaben Beobachtungen einen Anstieg der Geburtenzahlen in den späten Winter- und frühen Sommermonaten.

Nach einer Tragzeit von etwa 110 Tagen bringt die Löwin in geschützter Umgebung zwei bis vier hilflose Junge zur Welt. Im Alter von sechs Monaten werden die jungen Löwen entwöhnt, sie bleiben dann noch ungefähr zwei Jahre bei der Mutter. Diese Entwicklung entspricht in etwa der anderer Großkatzenbeziehungsweise auch der Entwicklung Afrikanischer Löwen. Die Jungensterblichkeit liegt bei 33%: 3 von 9 Jungtieren bei insgesamt vier Würfen einer Löwin sterben.

Beim Asiatischen Löwen erreichen die Weibchen die Geschlechtsreife mit etwa vier Jahren und somit ein Jahr früher als die männlichen Tiere. Die Fortpflanzungszeit endet bei beiden Geschlechtern im Schnitt mit 15 Jahren.

Die Lebenserwartung des Asiatischen Löwen ist bei den Weibchen mit 17 bis 18 Jahre höher als bei den Männchen, die ein Alter von 15 bis 16 Jahren erreichen.

Der afrikanische Löwe

Etwas größer als sein Verwandter, dem asiatischen Löwe, ist der afrikanische Löwe. Die männlichen Löwen werden gut 225 Zentimeter lang und 250 Kilogramm schwer. Die Löwenweibchen sind deutlich kleiner und leichter als die Löwenmännchen. Sie wiegen durchschnittlich um 125 und selten mehr als 150 Kilogramm. Einzelne Tiere können bis zu 320 KG schwer werden, sofern ausreichendes Nahrungsangebot besteht.

Er ist nach dem Tiger die zweitgrößte Katzenart der Erde.

Das Verbreitungsgebiet des Afrikanischen Löwen reicht vom südlichen Rand der Sahara bis nach Südafrika mit Ausnahme des Kongolesischen Regenwaldgürtels. Optimale Lebensräume bilden Steppen sowie Busch- und Waldsavannen - Grasländer also, welche von Schatten spendenden Einzelbäumen und Deckung bietenden Sträuchern durchsetzt sind und die ein breit gefächertes und reichliches Angebot von Beutetieren aufweisen. Löwen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden. Zu den Beutetieren gehören Antilopen, Gnus, Gazellen, Büffel, Zebras, ebenso Vögel, Hasen, Warzenschweine, Fische und Giraffen. Es gibt allerdings auch einzelne Rudel die sich regelrecht spezialisiert haben.So schlagen Löwen in großen Rudeln mit Gruppenstärken von etwa 30 Tieren halbwüchsige Elefanten oder gar Flusspferde. In Namibia zählen bei den Wüstenlöwen auch Seebären zu den Beutetieren. Gegen Nashörner und große Elefanten sind allerdings auch große Rudel chancenlos bzw. es wird erst gar nicht versucht. Es ist allerdings ein Fall bekannt, dass ein Rudel einen ausgewachsenen weiblichen Elefanten gerissen hat, was auf das mangelnde Nahrungsangebot zurückzuführen ist.

Dass auch die männlichen Tiere exzellente Jäger sind bestätigten Studien im Krüger-Nationalpark, wo auch Löwen, die ein Rudel führen wenig auf Nahrung der Weibchen angewiesen waren. Besonders in dicht bewachsenen und unübersichtlichen Lebensräumen scheinen führende Männchen sich weniger von der Beute ihrer Weibchen zu ernähren als in offenen Lebensräumen.

Das Fell der afrikanischen Löwen ist hellgelb bis gelbbraun. Der Bauch und die Innenseiten der Beine sind heller. Jungtiere haben ein Rosettenmuster, das verblasst, wenn sie heranwachsen. Die Mähne der Männchen variiert von platinblond über rötlich-braun bis zu schwarz.

Kern eines Löwenrudels bilden die Weibchen. Sie sind eng miteinander verwandt, denn sie leben von Geburt an in ihrem Rudel und bleiben ihm in der Regel bis zu ihrem Tod treu. Diese Schwestern und Kusinen, Mütter und Töchter, Tanten und Nichten halten ein festes, zumeist seit Generationen unverändertes Revier besetzt. Fremde Löwinnen, welche in das Revier eindringen, werden daraus vertrieben, manchmal sogar getötet.

Die Größe des Rudels hängt stark vom lokalen Beutetierangebot ab. Sehr große Löwenrudel finden sich in Gebieten wie dem Ngorongoro-Krater in Ostafrika, wo große Huftiere das ganze Jahr über häufig vorkommen, während in dürren Gegenden, beispielsweise in der Sahelzone, die Rudel klein sind und oftmals nur zwei oder drei erwachsene Weibchen umfassen. Auch die Größe des Reviers hängt mit der Rudelgrösse und dem örtlichen Beutetierangebot zusammen. Normalerweise bemisst sie sich auf 25 bis 400 Quadratkilometer, kann aber auch erheblich größer sein. Ein gut erforschtes Löwenrudel, das im Etoscha-Nationalpark in Namibia lebt, streift beispielsweise in einem Gebiet von mehr als 2000 Quadratkilometern umher.

Zwar sind Löwen mit gut 60 Km/h schnell auf den Beinen, allerdings zählen zu Ihren Beutetieren durchaus schnellere und wendigere Tiere, weshalb dein Überraschungsmoment und ein gut abgestimmtes taktisches Konzept im Rudel eine wichtige Erfolgsstrategie ist. Ein Beispiel ist das Einkreisen der Beutetiere, zudem wird Deckung genutzt um sich möglichst nah an die Beute zu schleichen.

Geschlechtsreif werden Löwen sozial nach 2-3 Jahren, physiologisch nach 18 Monaten. Durch das Flehmen stellt das Männchen die Geschlechtsreife des Weibchens fest.

Auch wenn ein Männchen die Spitze der Rangordnung einnimmt, kann es sich mit einem Weibchen nur mit dessen Zustimmung paaren. Hierzu legt sich die Löwin auf den Bauch und erlaubt dem Männchen, sie zu besteigen. Während des Liebesaktes beißt der Kater der Löwin in den Nacken. Dadurch hält diese instinktiv still. Lässt eine Löwin die Kopulation zu, so paaren sie sich alle 15 Minuten zirka 40 Mal am Tag. Das ganze geht 5 Tage lang, allerdings nur 30 Sekunden – ein Quickie nach dem Anderen quasi.

Es dauert etwa 4 Monate bis Nachwuchs kommt, im Regelfall 1-4 Junge. Bei der Geburt blind, 1,5KG schwer und etwa 50cm groß. Gesäugt werden die Jungtiere 6-8 Wochen von der Mutter und sind in einem separatem Versteck der Mutter. In dieser Zeit geht die Mutter allein auf die Jagd, was Gefahren für die Jungtiere und auch für Sie selbst birkt. Danach werden die Jungtiere ins Rudel eingeführt.

Die jungen Löwen saugen ab diesem Zeitpunkt nicht nur bei der Mutter, sondern auch bei den anderen Weibchen, so dass die Erziehung allen weiblichen Mitgliedern des Rudels obliegt. Im Alter von sechs Monaten werden Löwenjunge entwöhnt, sie bleiben dann noch ungefähr zwei Jahre bei der Mutter.

Die Lebensdauer eines Löwen kann vierzehn bis zwanzig Jahre betragen. In der Regel erreichen jedoch nur Weibchen ein solches Alter. Männchen werden lange vorher von einem jüngeren Konkurrenten getötet oder vertrieben, finden kein Rudel mehr und verhungern. Häufig werden sie daher nicht älter als sieben bis zwölf Jahre. Im Zoos haben manche Löwen jedoch bis zu 34 Jahre gelebt.

Vereinzelt gibt es auch Männer-WG`s unter den Löwen, so ziehen auch manchmal mehrere Männchen gemeinsam durch die Steppen. Für bestehende Rudel ist dies eine große Gefahr,so töten die Löwen, sofern Sie den Rudelführer töten auch die Jungen um sich selbst Ihren Nachwuchs zu sichern.

Die Unterarten des Löwen

Asiatischer Löwe

Er ist dem afrikanischen Löwen sehr ähnlich. Der Berberlöwe (ausgestorben) ist der nächste Verwandte. Bei Arten spalteten sich voneinander ab, vor mehr als 80.000 Jahren. Der Bestand, ausschließlich im Gir Nationalpark liegt bei etwa 300-350 Tieren. Inzucht und Krankheiten stellt allerdings auch weiterhin eine große Gefahr dar, weshalb unter Anderem ein zweites Revier entstehen soll. In unseren Zoos findet man den auch persisch oder indisch genannten Löwen, allerdings ist es wohl eher ausgeschlossen, dass noch reinrassige Tiere vorhanden sind

Berberlöwe

Bereits in den 20ern des 20. Jahrhunderts ist der Berberlöwe bereits in freier Wildbahn ausgestorben. Er lebte in Nordafrika, zuletzt im Atlas Gebirge. Es werden Untersuchungen durchgeführt, ob es nicht doch in Zoos und Privatbesitz (unfassbar, dass es noch möglich ist) noch ein Berberlöwe vorhanden ist. Wahrscheinlich ist hier auch eher eine Vermischung der Arten, allerdings nicht ausgeschlossen.

Kaplöwe

In Südafrika beheimatet ist der Kaplöwe ebenfalls ausgestorben. Die letzten Tier wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Jägern erlegt. Neuere Forschungen legen allerdings nahe, dass der Kaplöwe keine Unterart war. Ergebnis nicht sicher geklärt.

Transvaal Löwe

Im Nordosten Südafrikas und im Kalahari Gebiet ist der Transvaal Löwe noch vertreten. Hier lebt er im Krüger Nationalpark.

Massai Löwe

Der Massai-Löwe lebt in Gebieten Nordost- und Ostafrikas von Äthiopien, Kenia, Tansania bis nach Mosambik.

Westafrikanischer Löwe

Auch als Senegal Löwe bezeichnet ist er i, westlichen Afrika beheimatet. Ursprünglich lebte er vom Senegal bis in die zentralafrikanische Republik. Stand 2014 waren nur noch einige Hundert Tiere verstreut in diversen nicht zusammenhängenden Gebieten. In WAP Nationalpark Komplex ist das größte Vorkommen (Burkina Faso, Benin, Niger). Sie sind akut vom aussterben bedroht. Man fand durch genetische Analysen heraus, dass große Unterschiede zu den Verwandten im Süden und Osten bestehen.

Kongo Löwe

In der demokratischen Republik Kongo, im Nordosten des Landes, ist dieser Vertreter beheimatet.

Angola Löwe

Auch als Katanga Löwe bezeichnet ist er im südwestlichen Afrika beheimatet. Der Angola Löwe lebt in Sambia, Angolao und der demokratischen Republik Kongo.

Der asiatische Löwe gilt als gesicherte Unterart. Bei den genannten afrikanischen Vertretern ist nicht ganz geklärt inwieweit es sich um Unterarten handelt. Teils werden Sie auch zusammen gefasst. Mittlerweile kann man allerdings sagen, dass sich Afrikas Löwen in 2 unterschiedliche Populationen unterscheiden. Hierbei: Die Löwen in Ost- und Südafrika, sowie die Löwen in West- und Zentralafrika. Die Löwen im Westen und in Zentralafrika sind dem asiatischen Löwen näher. Mögliche Vermutung ist die Einwanderung aus Asien in Richtung Nordafrikas. Ein Indiz wäre die nahe Verwandtschaft der westlichen Löwen untereinander

Studien, die vor allem süd- und ostafrikanische Populationen untersuchten, kamen zu dem Ergebnis, dass diese relativ eng miteinander verwandt sind. Demnach wären in Südostafrika allenfalls zwei Grundtypen zu unterscheiden. Eine Form westlich und eine östlich des sogenannten großen Grabens. Es unterscheiden sich etwa Löwen aus Tsavo  (Ost-Kenia) genetisch kaum von ihren Artgenossen in Transvaal (Südafrika), dagegen bestehen deutlichere Unterschiede zu Löwen aus den unweit entfernt liegenden  Aberdare Bergenim Westen Kenias. Bis vor 37.000 Jahren kam eine Unterart des Löwen auch auf Sri Lanka vor.

Spelaea Gruppe

Die ausgestorbenen, prähistorischen Löwen Amerikas und Nordeurasiens bilden eine eigene Rassengruppe , die sich genetisch von den Löwen Afrikas und Südasiens unterscheidet. Dazu zählen:

Mosbacher Löwe, Höhlenlöwe und amerikanische Löwe.

Neuzeitlich ausgestorbene Löwen

Kaplöwe

Wie der Name bereits vermuten lässt, lebte der Kaplöwe an der Südspitze Südafrikas. Im Gebiet von Kapstadt war Ihr größtes Verbreitungsgebiet. Das weitere Verbreitungsgebiet ist allerdings unbekannt. Der letzte Kaplöwe wurde 1858 Ziel eines Mordanschlages durch Jäger.

Verschiedene Institutionen als auch Privatpersonen behaupten weiterhin Kaplöwen zu besitzen. Im Jahr 2000 wurden mutmaßliche Exemplare nach Südafrika aus Russland gebracht um Sie zu züchten. Es lässt sich anhand der in Gefangenschaft lebenden Tiere allerdings nicht nachweisen ob es sich um Kaplöwen handelt. Es kam wahrscheinlicher zur Vermischung durch andere in Gefangenschaft lebende Unterarten.

Durchschnittlich sollen die Löwen etwa 2,75 Meter groß, sowie 200 KG schwer gewesen sein. Charakteristisch sind die lange Mähne bis hinter die Schultern, sowie schwarze Ohrenpinsel gewesen sein, weshalb man Ihn als Unterart einstufte.

Mittlerweile haben Forschungen ergeben, dass äußere Faktoren die Farbe und Länge der Mähne mit beeinflussen. Es liegen Untersuchungen aus 2006 vor, die den Status als Unterart anzweifeln, es handele sich vielmehr um eine südliche Poüulation des Transvaal Löwen.

Berberlöwe

Auch bekannt als Atlaslöwe oder nubischer Löwe. In freier Wildbahn ist diese Unterart ebenfalls ausgestorben. Er kam in Nordafrika vor. Vermutlich gibt es auch keine reinrassigen Berberlöwen in Gefangenschaft mehr. Ebenfalls durch Mischung der Unterarten.

Mit einem Gewicht der männlichen Tiere von 181 bis 295 kg und bei Weibchen von 120 bis 181 kg war der Berberlöwe neben dem ausgestorbenen Kaplöwen die größte rezenteUnterart des Löwen. Auffälligstes Merkmal des erwachsenen Männchens war die besonders starke, dunkle Mähne, die sich weit über die Schultern ausdehnte und am Bauch wie ein Vorhang herabhing.

Früher wurde der Phänotyp des Berberlöwen als Hinweis auf seinen gerechtfertigten Status als Unterart angesehen. Nach neuerer Forschung kann das Aussehen dieser Tiere jedoch auch auf die äußeren Umstände zurückzuführen sein. So wäre die dichte Mähne nur eine Anpassung an die kältere Umgebung. Löwen entwickeln unabhängig von der Unterart dichtere Mähnen, wenn sie in einem kälteren Klima, etwa in mitteleuropäischen Zoos, leben. Genetische Untersuchungen im Jahre 2006 stützen dennoch den Status als Unterart.

Ursprünglich kam der Berberlöwe im gesamten Norden Afrikas vor (nördlich der Sahara). Schon zu römischen Zeiten wurde der Berberlöwe zur Schaustellung in Arenenkämpfen missbraucht. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts kam der Berberlöwe nur noch im Nordwesten vor. Durch systematische Ausrottung brachten Ihn bereits im 19. Jahrhundert in Bedrängnis. Im Atlasgebirge Marokkos wurde der letzte seiner Art 1920 hingerichtet. Ähnlich erging es dem Atlasbär und könnte auch bald den Berberleopard treffen.

Er bewohnte neben den nordafrikanischen Halbwüsten und Steppengebieten auch Wälder und das Atlasgebirge. Als Beute dienten Ihm überwiegend Hirsche, Wildschweine und Kuhantilopen.

Die Chance dem Berberlöwen eine kleine Chance zu geben wurde verpasst, da noch bis in die 90er Jahre gut 50 dieser Löwen in Gefangenschaft lebten. Sie wurden allerdings mit anderen Arten gekreuzt. Weiterhin gibt es noch verschiedene Tiere die zumindest auf den Berberlöwen zurück gehen.

Die letzten Löwen in Gefahr

Wenn nicht mehr Menschen anfangen sich für den Schutz der Löwen einzusetzen, wird es nahezu aussichtslos den Löwen auf der Erde zu erhalten. In unserer Neuzeit wurden bereits 2 Unterarten (Kaplöwe und Berberlöwe) Opfer von uns Menschen. Entweder gejagt oder verdrängt. Der asiatische Löwe kämpft weiterhin um seine Existenz. Im Gir Nationalpark sind etwa 300-350 Löwen der asiatischen Art noch beheimatet. Es waren zwar mal nur gut 20, allerdings nimmt der Druck erneut zu. Ein zweites Reservat soll entstehen. Neben dem Lebensraumverlust und illegaler Jagd sind Inzucht und die Übertragung von Krankheiten lebensbedrohend.

In den letzten 50 Jahren ist der Bestand in Afrika von etwa 400.000 Löwen auf gerade mal geschätzte 25.000 – 30.000 Tiere geschrumpft. Allein bis zu 1000 Löwen fallen dem Menschen zum Opfer – jedes Jahr! Auch in Afrika spielt der Lebensraumverlust die größte Rolle, wodurch Konflikte mit den Menschen entstehen, die den Löwen das Land weg nehmen und dann wiederum Jagd auf Sie machen um Ihre Vieherden zu schützen. Entweder gezielt, oder auch durch das Auslegen von Giftködern. Als ob das nicht reicht dürfen asoziale Großwildjäger unter Obhut der EU und den USA auf Jagd gehen – das betrifft nicht nur Löwen. Eine ganze Branche verdient mit diesem feigen Abschlachten Geld – Jagdtourismus – teils unterstützt mit unseren Steuergeldern. Insgesamt wurden in den vergangenen 50 Jahren etwa 100 Großkatzen pro Tag! Getötet, Löwen, Leoparden, Tiger und Geparden.

Ebenso spielen das immer knapper werdende Nahrungsangebot eine weiter Rolle. So werden auch die Beutetiere immer weniger – ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Bleibt noch die „traditionelle“ Tiermedizin aus Knochen, Innereien, etc..

Die nächsten Probleme der Rudel ist die Isolation von anderen Revieren, so dass wie beim asiatischen Löwen die Gefahr der Inzucht und die Übertragung von Krankheiten wächst.

Zum Schluss die „Kleinen“ - Babylöwen in Aktion

Jung, wild und verspielt trifft es wohl passend. Ohnehin sind auch Großkatzen sehr verspielt und das oftmals bis ins hohe Alter. Allerdings ist der Spieltrieb bei Löwenbabys besonders stark ausgeprägt. Gleichzeit lernen die Kleinen beim spielen auch viel. In gewisser Art werden bereits Rangkämpfe ausgeführt und Techniken erprobt.

Löwenjunge werden etwa 6 Monate lang gesäugt, es beteiligen sich am Säugen und der Erziehung auch andere Weibchen. Hierdurch steigt die Überlebenschance.

Um den Nachwuchs möglichst wenig gefahren auszusetzen, suchen sich die Mütter ständig neue Verstecke für die Kleinen. So werden sowohl Spuren als auch der Geruch verwischt.

Gefährlich wird es für Löwenbabys wenn Sie noch nicht im Rudel integriert sind, sondern zu Beginn von der Mutter Abseits des Rudels versorgt werden. Das Junge wird nach etwa 8 Wochen dem Rudel vorgestellt. Da die Mutter allein zu dieser Zeit auf die Jagd geht, besteht die Gefahr von Fressfeinden, aber auch von beispielsweise Büffeln getötet zu werden. Eine weitere große Gefahr ist die Übernahme des Rudels durch ein anderes Männchen. Hier werden die Jungen oft getötet.

Löwen erreichen ihre soziale Geschlechtsreife im Alter von zwei bis drei Jahren, ihre physiologische in 18 Monaten.

Mit auf Jagd dürfen die Jungtiere bereits nach 6 Monaten, allerdings dauert es bis zum 2. Lebensjahr (1,5 – 2 Jahre) bis die Löwen selbst erfolgreich sind.

Löwenbabys sind 40 bis 55 Zentimeter lang und wiegen 1200 bis 1500 Gramm. Ihr Fell ist gefleckt. Diese Flecken verschwinden meist im Lauf des ersten Lebensjahres.

Hoffnung ist vorhanden!

Aber es gibt auch Hoffnung, zum einen die Hoffnung, dass mehr Menschen sich für den Löwen einsetzen und die Organisationen zum Schutz des Löwen und deren Gebiete einsetzen und eben Jene, welche sich vor Ort engagieren. Ebenso ein härteres und nachhaltiges Management der Politik – auch unserer Politik.

KAZA – Die Kavango-Sambesi-Region stellt das größte auf der Erde bestehende Landschutzgebiet dar. Etwa 1,5 mal so groß wie die Fläche Deutschlands. Doch die Gefahr ist weiterhin groß, die Bestände zerfallen sprichwörtlich. Kaum ein Löwe ist mehr sicher, selbst in den Schutzgebieten und wenn diese Gebiete verlassen werden um sich an einem anderen Ort zu etablieren, hat der Löwe kaum eine Chance. Gerade darum ist es so wichtig neben den Nationalparks auch entsprechende Schutzkorridore zu schaffen, in denen die Löwen sicher wandern können.

Ebenso ist die Zusammenarbeit mit den einheimischen Menschen wichtig, Sie allein zu lassen wäre falsch, zumal wir in Deutschland schon aufschreien, wenn mal ein kleiner Wolf gesichtet wird. Zierlführend ist den Menschen die Wichtigkeit klar zu machen und ebenso Ihr Vieh zu schützen, denn ohne das, wären Sie auch ohne jede Existenz. Schutzzäune errichten, um die Löwen von den Tieren der Einheimischen fern zu halten. Der WWF setzt sich zur Zeit mit mobilen Zäunen ein um Konflikte zu verhindern. Die Zäune sind undurchsichtig, da Raubkatzen nicht darüber springen, solange Sie nicht sehen was dahinter ist.

Weitere Maßnahmen sind die Schulung der Bevölkerung beispielsweise im Spuren lesen. Kamerafallen, Satellitenbilder machen das Übrige um die Löwen zu lokalisieren. Ebenso die Ausstattung mit Sendern.

Der nachhaltige Tourismus ist das weitere Argument. Kommen doch viele Menschen nach Afrika gerade um Löwen in der freien Wildbahn zu sehen, keine Löwen – keine Touristen – keine Einnahmen durch Touristen.

Möglichkeiten sind gegeben. Hier bedarf es aber viel Arbeit, Zeit und leider auch Geld. Ohne die Unterstützung auch von uns werden solche Möglichkeiten scheitern oder erst gar nicht realisierbar. Darum hilft jede Unterstützung.

Künftig wollen wir die Organisation Walking for Lions und weitere Projekte vor Ort direkt unterstützen die den Löwen, aber auch Leopard, Gepard und weitere Arten schützt.

Aber leider wie gesagt: Mit Mitleid lässt sich kein Ranger bezahlen. Darum sind auch wir auf eure Unterstützung angewiesen.

Helft und werdet Löwenpate, damit vor Ort Ranger ausgebildet, Schutzgebiete errichtet und der Konflikt mit den Menschen beendet wird.

Vielen Dank.

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