Der Mythos des bösen Wolfes

Der Mythos des bösen Wolfes

Menschen und Tier im Einklang

jimcumming88 / fotolia.com

Der Wolf ist in Deutschland zurück und bestrebt danach sich zu etablieren und genau das ist sehr erfreulich. Meines Erachtens zeigt es, dass unsere Natur und damit letzten Endes auch unser Planet auf dem auch wir leben eine Chance auf Regeneration hat.

Ein Tier, dass ewige Zeit verteufelt und sinnlos ausgerottet wurde und das auch noch von einem Lebewesen, welches sich als überlegen darstellt und dennoch die Konkurrenz des Wolfes als Vorwand nahm. Mythen und Geschichten über Wölfe die sogar Kinder stehlen finden wir selbst noch heute vor. Die unbegründete Angst steht im Vordergrund – Zweifelsfrei ein generelles Problem unserer Gesellschaft. Angst verkauft sich nun mal am besten. Jäger fürchten um Ihren Wildbestand – Fakt ist, dass es nie mehr Rehe und Rotwild gab wie Heute, teils sogar als Plage bezeichnet. Dabei ist der Wolf wie auch der Luchs in Deutschland des Jägers bester Freund, zumal man doch zu oft das Argument vieler Jäger hört, dass das Jagen unverzichtbar ist aufgrund der stetig steigenden Populationen genau dieser Beute des Wolfes – und des Luchses. Kein Argument also – im Gegenteil , es zeigt die eigentliche Absicht vieler Jäger – Ehrenwert sei es und männlich auf die Jagt zu gehen – Weshalb dann versteckt mit Gewehr, so dass das Tier keine Chance hat? Das kann sich jeder selbst beantworten.

Im Übrigen kann man als Referenz zu dieser Thematik die Situation im Yellowstone Nationalpark, USA zu Herzen nehmen und sehen, welches Glück wir haben, dass Wolf und Luchs mehr und mehr zurück kehren.

Die Angst der Bevölkerung – Mir sagte neulich tatsächlich Jemand er habe Angst sein Kind könnte beim Pilze suchen von einem Wolf gefressen werden. Dass könnte tatsächlich passieren, sofern der Wolf eine sehr lange Zeit nichts zu fressen gefunden hätte, sprich dem Hungertod nahe wäre. Verstanden? Nein? Wölfe fressen keine Menschen – sarkastische Weise können Sie mal recherchieren wie viele registrierte Fälle von „Opfern“ durch den Wolf es weltweit und das geschichtlich es je gab. Ich verrate Ihnen etwas – Kühe forderten allein die letzten beiden Jahre mehr Opfer – ja, Kühe. Ich hätte mehr Angst, dass mein Kind auf einen frei laufenden Hund trifft, da so mancher Hundebesitzer seine Pflichten vernachlässigt, oder aber einen großen Eber – das wird in keinster Weise thematisiert.

Generell: Kein Tier der Welt stellt eine Gefahr für den Menschen dar, sofern der Mensch den Horizont besitzt sich damit vernünftig auseinander zu setzen und dann weiß wie man sich gegenüber des Tieres zu verhalten hat - z. B. sollte man einen frei lebenden Löwen nicht versuchen mit der Hand zu füttern oder eine Kobra streicheln wollen.

Ich verstehe allerdings den Ärger mancher Schäfer und Nutztierhalter. Aber ist es wirklich ein Problem statt einer Schnur als Abtrennung einen 2-Meter Zaun aus Stahl aufzustellen? Nein, ist es nicht, zudem wird der „Verlust“ „entschädigt“ - bei diesen 2 Worten frage ich mich zudem, ob solche Personen überhaupt Tiere in irgendeiner Form „halten“ sollten.

Fakt ist, dass weder der Wolf noch der Luchs eine Gefahr für den Menschen darstellt, sofern man simple Verhaltensweisen einhält. Beide stellen auch überhaupt keine Gefahr für den Wildbestand dar, im Gegenteil – ein Segen für Mensch und Natur.

Zurück

Life For Nature | Stiftung für Tierschutz, Natur und Umwelt | 06147-204823 |
© 2018 | Datenschutz | Impressum