Die Zukunft unserer Nahrung

Die Zukunft unserer Nahrung

Nahrung aus dem Labor

kritchanut / fotolia.com
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Die Weltbevölkerung steigt stetig, der Bedarf an Nahrungsmittel wächst natürlich mit. Doch der Platz, ob für Anbau von Obst und Gemüse, als auch der Tierzucht wächst nicht mit. Zudem muss zwingend das Umdenken bezüglich Massentierhaltung, Monokultur und der ressourcenschonenden Landwirtschaft schnell weiter voran schreiten. Zumindest, falls der Mensch auch weiterhin auf einem lebenswerten Planeten existieren möchte bzw. man einen Hauch von Verantwortung gegenüber kommender Generationen, Tier und Natur hat.

Lösungen für unsere heutigen und noch größeren kommenden Probleme gibt es ausreichend. Das Problem: Gier und Macht. Ungern wird investiert in eine Zukunft, die weniger Profite abwirft, ungeachtet der Konsequenzen. Das gilt für Großkonzerne, Bauernverbände, Politik, aber auch für uns Verbraucher.

Hoffnung gibt die Forschung rund um Biologie und Unternehmen, die sich mit dem Nachhaltigkeitsgedanken beschäftigen. Profit und Nachhaltigkeit sind sehr wohl kombinierbar. Zumindest dann, wenn man sich Innovation nicht verschließt und alt eingefahrenen Mechanismen entgegen setzt.

Nahrung aus dem Labor

Ohne Untertreibung kann man sagen, dass es möglicher Weise unsere einzige Chance ist, den Planeten lebenswert zu halten und unsere Gesellschaft zu "retten", auch wenn es zunächst befremdlich wirkt. Allerdings wer bei Mc Donald`s und Co. einen Burger ist, dem dürfte nach aller Logik wirklich nichts zu wider sein.

Somit tummeln sich bereits einige Start-ups am Markt. Finless Foods stellt künstlichen Fisch aus Stammzellen her. Gut so. Die Meere sind leer gefischt, die Bestände müssen sich schnell erholen, sonst droht ein ökologischer Kollaps, an dem wir näher dran sind als wir glauben wollen.

Man könnte sagen, dass Gott gespielt wird. Eine Entfremdung von Mensch und Tier wird kritisch geäußert. Allerdings haben genau wir diese Situation geschaffen. Es ist eine sung für Massentierhaltung und die Folgen. Entfremdung von Tier und Mensch? Möglich - das Tier wird sich freuen.

Die Vision ist eindeutig: Keine Massentierhaltung, weniger CO², keine Abholzung der Regenwälder und ein Ende der Hungersnöte, die genau Jene verursachen, die sich konventionelles Fleisch kaufen.

Erfreulich, dass die vielleicht innovativsten Köpfe, wie Google Mitgründer Sergey Brin, Bill Gates, Richard Bransen, Kimbal Musk und Weitere bereits hier investieren.

Mittel werden entwickelt die Obst und Gemüse um das 5-Fache länger haltbar machen (Apeel Sciences). Man bedenke die aktuelle Lebensmittelverschwendung der Industriestaaten bezüglich Obst und Gemüse.

Pasta aus Kichererbsen, Pizzateig aus Leinsamen, Mayonnaise ohne Ei, Xylit (ein Zuckerersatz, 40% weniger Kalorien und es greift Zähne nicht an) sind nur ein Paar der Möglichkeiten. Aber wir Verbraucher müssen unseren Hintern auch einmal hoch bewegen und nicht nur meckern und jammern über Politik und Konzerne, sondern einfach mal machen. Man kann das "Zeug" essen und es schmeckt, es ist gesünder und es schont den Planeten. Zu teuer? Naja, wenn nicht mehr Menschen anfangen, wird es auch nicht günstiger....

Ein Problem ist die Bereitschaft der Konsumenten die Produkte zu kaufen. Online kaufen die Wenigsten Lebensmittel, also muss man an sie Supermarktketten. Hier ist allerdings nicht ausreichend Platz in den Regalen - Neues wird gescheut.

Ein großes Potential haben Algen Nicht nur, dass Sie CO² aufnehmen, Algen sind sehr gesund. Mineralstoffe, Vitamine, Omega-3 Fettsäuren, Jod um nur eine Handvoll zu nennen. Mal ehrlich: Wo liegt der Unterschied zu Salat oder Spinat, etc.?

Es liegt am Verbraucher und fast nur an den Verbrauchern - wieder einmal, ob es gefällt oder nicht. Wir bestimmen wie es weiter geht.

Zahlenspiele des Lebensmittelhandels:

Bruttoumsätze in Milliarden Euro 2016 (Deutschland):

Edeka Gruppe             -           53,81
Schwarz Gruppe         -           37,76
REWE Gruppe             -           35,77
Aldi Gruppe                -           28,32
Metro Gruppe             -           26,27
Amazon                      -           10,40

Verkaufsstellen:

Edeka Gruppe             11.381
REWE Gruppe             10.134
Aldi Gruppe                 4.192
Lidl                            3.190

Die Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel nahmen von 24,8 (2013) auf 22 (2015) ab.

Laut Umfrage stehen 70% der Deutschen dem Online-Handel von Lebensmittel negativ gegenüber. 67,5% haben noch nie online Lebensmittel bestellt. Wie auch immer das passt ... dabei reden wir hier auch vom REWE Lieferservice, etc.

176 Milliarden Euro wurden 2016 im Lebensmitteleinzelhandel umgesetzt.

Fairtrade Produkte Umsatz 2010: 340 Millionen Euro

Fairtrade Produkte Umsatz 2016: 1.155 Millionen Euro

Die größten Online Shops Lebensmittelsegment:

hellofresh.de, shop.rewe.de, hawesko.de, netto-online.de/shop, vinos.de

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