Erste Hilfe für Tiere in Not

Erste Hilfe für Tiere in Not

Für Haustierbesitzer lauern überall Gefahren

© Jörg Hüttenhölscher

Für Haustierbesitzer lauern überall Gefahren. Heiße Herdplatten, gekippte Fenster, oder unsere Katze oder Hund verschluckt sich an Lebensmitteln, die liegen geblieben sind. Ebenso kann bei kälteren Temperaturen oder Nässe bei Hunden schnell Unterkühlung drohen. Vor Allem kleinere Hunde sind hier gefährdet und sollten immer beim Spaziergang in Bewegung bleiben. Man kann wie bei Kleinkindern auch, nicht allen gefahren vorbeugen.

Doch wie verhalte ich mich, wenn etwas passiert?

Nachfolgend ein paar nützliche Tipps, was in bestimmten Fällen gemacht werden kann.

Empfehlenswert sind auch Erste-Hilfe Kurse, die bei Sozialverbänden und Tierarztpraxen angeboten werden. Ebenso kann man sein Haustier schon eiinmal an eine Transportbox gewöhnen, damit bei Verletzungen nicht zusätzlich Panik entsteht (das Tier ist ohnehin geschwächt, hier erhöht sich die Gefahr zusätzlich). Auch eine Checkliste kann eine ilfestellung bieten. Ostmals führt eine Umstellung von Futter auch zu Problemen. Das sollte der Tierarzt wissen. Also aufschreiben, was zuletzt gefüttert wurde.

In verschiedenen Tierbedarfshandlungen gibt es zudem Erste-Hilfe-Kits für Tiere.

Oberste Regel natürlich: Ruhe bewahren.

Führen Sie eine Telefonliste mit Notfallnummern bei sich. Tierklinik, Tierrettung, Wildtierstationen, etc..

Bei Unterkühlung das Tier vorsichtig in eine Decke einwickeln und bei Nässe abtrocknen,  bieten Sie Ihrem Tier leicht angewärmtes Wasser an, auf keinen Fall das Tier zwingen. Tier, die einen Unfall hatten und unter Schock stehen, leidern oftmals auch unter zu niedriger Temperatur: Hier gilt das Gleiche.

Verbrennungen, wie durch heißes Wasser schnellst 10-20 Minuten unter kaltem Wasser abkühlen. Gelkissen können danach weitere Hilfe geben. Bei schwereren Verbrennungen oder gar offenen Wunden zum Tierarzt eilen. Brandsalben sind nicht empfehlenswert. Sie verkleben das Fell und das Tier kann Sie ablecken. Brandblasen nicht aufstechen, hier drohen Infektionen.

Falsches Futter: Entgegen weitläufiger Meinung ist Hundefutter für Katzen nicht gefährlich, wenn nicht dauerhaft damit gefüttert wird. Katzenfutter enthält mehr Nährstoffen. Auf keinen Fall sollten Hunde, Katze und Co. Schokolade in Reichweite haben. Das kann tödlich sein. Dias enthaltene Thebromin löst Vergiftungen aus. Schimmelpilzgifte in Einstreu können und Futter können für Kanninchen und Meerschweinchen zur Gefahr werden. Weitere bedrohungen sind natürlich Haushaltsmittel. Aber auch bestimmte Pflanzen und ätherische Öle stellen gefahren dar. Auch hier merken, falls es soweit, was gefressen wurde.

Hat man Vögel sollte man bei Glaseinsätzen, Fenstern, etc. vorsichtig sein. Vögel nehmen transparente und reflektierende Scheiben anderes wahr. Schlimme Verletzungen können folgen. Erste Behandlungsmaßnahmen sind Ruhe und Wärme. Hier können auch Infrarotlampen helfen.

Umfangreiche Hilfe erhaltet Ihr auch auf www.tierklinik.de.

Wie verhalte ich mich bei verletzten Wildtieren?

Auch hier sollte Ruhe bewahrt werden und nicht einfach die Tiere anfassen. Sie laufen selbst Gefahr verletzt zu werden. Ebenso kann es passieren, dass die Tiere von Ihren Artgenossen ausgestoßen werden, wenn Sie nach "Mensch" riechen. Auch bei vermeintlich in Not geratene Jungtiere können täuschen. Feldhasen sind sehr früh selbstständig. Junge Eichhörnchen fallen recht häufig aus dem Nest, werden dann von der Mutter wieder eingesammelt. Ist ein Mensch in der Nähe, kommt die Mutter nicht. Hier in einer guten Stunde nochmals vorbei scheuen.

Es muß sicher sein, dass die gefundenen Jungtiere tatsächlich in Not sind. Igel, Feldhasen und Eichhörnchen dürfen nur in Handschuhen angefasst werden.

Die Deutsche Wildtierstiftung gibt einen kostenlosen atgeber heraus. Erste Wildtier-Hilfe.

 

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