Hunde im Einsatz

Polizeihunde, Such- und Rettungshunde & Co.

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Der beste Freund des Menschen ist ein treuer Begleiter durch den Alltag seiner Herrchen (oder Frauchen natürlich). Er hört uns zu, spendet uns Trost und ist in der Tat zumindest meist ein treuer Freund, der uns zur Seite steht.

Hunde lesen unsere Emotionen, interpretieren Emotionen und reagieren darauf. Sie beschützen uns und dienen uns mit Ihren Sinnen.

Darüber hinaus leisten viele Hunde noch ein Vielfaches mehr. Was für Tätigkeiten, gar Berufe einige Hunde für uns Menschen ausüben erfahrt Ihr in den nächsten Zeilen.

Polizeihunde

Zur Kriminalitätsbekämfung spielen Hunde bereits seit mehreren Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Allen voran Belgische und Deutsche Schäferhunde sind aufgrund ihrer Stärke und Intelligenz hier besonders oft zu finden.

Sie lassen sich trainieren um Drogen, Waffen, Leichen, Bargeld oder auch Sprengstoff zu erschnüffeln. Zudem stellen Sie Flüchtige.

Bevor ein Spezialtraining beginnt, muss zunächst ein Grundlagentraining vorausgesetzt sein.

Hierbei sehen Sie sich genau wie die Polizisten selbst auch höchsten gefahren gegenüber und befinden sich im Einsatz stetig in Gefahr.

Die Verbindung zu seinem Hundeführer hat wichtigste Bedeutung. Beweglichkeit und Gehorsam werden intensiv trainiert und gegenseitiges Vertrauen ist unverzichtbar.

Hund und Mensch arbeiten und leben zusammen. Nach dem Dienst bleiben die Tiere auch oft in der Familie.

Blindenhunde/Signalhunde

Bereits mit 14 Monaten kommen die Hunde in die Hundeschule um zu erlernen wie Sie für seh- oder hörbehinderte Menschen das Leben um ein Vielfaches einfacher machen können. Die Hunde stammen aus speziellen Zuchteinrichtungen und erlernen die Basis bereits mit wenigen Wochen.

Besonders wichtig ist zu vielen anderen Dingen zu lernen sich nicht ablenken zu lassen. Ihnen wird beigebracht wie sich bei Hindernissen zu verhalten ist, mit Führgeschirr zu gehen und auch in für den Besitzer gefährliche Situationen einzuschätzen und die für den Besitzer sicherere Variante zu nehmen, selbst wenn der Besitzer Gegenteiliges anweist.

Bevor der tatsächliche Arbeitseinsatz beginnt müssen sich Hund und Besitzer noch aneinander gewöhnen.

Für Menschen mit Hörbehinderung sind Signalhunde im Einsatz. Sie deuten dem Besitzer an wenn das Telefon klingelt, ein Alarm losgeht. Das geschieht mit unterschiedlichen Signalen. Beispiele wären mit der Nase an stupsen, mit den Pfoten agieren, etc..

Such- und Rettungshunde

In der Not sind Sie oft Lebensretter an schwer zugänglichen Orten und Gelände. Es gibt Lawinenrettungshunde, Wasserrettungshunde, Leichenhunde, Schlepp- und Dufthunde und Katastrophenrettungshunde. Mit Ihrer unglaublichen Nase sind Sie in der Lage anhand Kleidungsstücke und anderen Identifikationsmerkmalen den Besitzer aufzuspüren.

Im Trainingsprozess wird eine Art Versteckspiel gemacht. Die Hunde mögen die Situation des Spieles (für Ihre Wahrnehmung).

Um ein Such und Rettungshund zu werden brauchen Sie einen hohen Spieltrieb, Verstand und müssen entsprechend robust sein. Als Wasserrettungshund sollten es geeignete Schwimmer sein.

Ein Lawinenhund schafft in 30 Minuten etwa 10.000 Quadratmeter. 20 Menschen bräuchten hierfür 4 Stunden.

Spürhunde

Sie suchen, orten und alarmieren wie die Rettungshunde. Ob Sprengstoff, Waffen, Drogen, Bargeld - nahezu Alles ist möglich, so auch Medizin. Sie werden von Polizei, Militär und Sicherheitsfirmen eingesetzt.

Spürhunde haben die feinsten Nasen und zudem muss ein entsprechender Suchtrieb vorhanden sein.

Findet der Hund etwas, gibt es eine Belohnung.

In der Medizin sind Sie beispielsweise in der Lage über den Geruchssinn sogar den veränderten Blutzuckerspiegeleiner Person wahrzunehmen. Ebenso Krankheiten wie diverse Krebserkrankungen können Sie erkennen und dann entsprechend Alarm schlagen.

Sie sind in der Lage einen Löffel Zucker in 2 Olympiaschwimmbecken zu erkennen.

Hunde atmen Luft aus verschiedenen Richtungen ein und verbrauchte Luft aus den Seitenschlitzen aus.

Hunde haben 300 Millionen Geruchssensoren, Menschen 6 Millionen.

Hütehunde

Bereits seit Jahrtausenden sind Hütehunde zum Schutz der Herden im Einsatz. Die widerstandsfähigen Hunde bewachen die Herde nicht nur, sondern verteidigen Sie auch gegen Räuber. Sie halten die Herde zudem zusammen und treiben Sie in Stallungen und Gehege. Auch der heutigen technischen Möglichkeiten sind Hütehunde noch immer die effizienteste Variante.

Bereits als Welpen werden Sie für Ihre Aufgabe trainiert und mit Schafen in Kontakt gebracht. Border Collies sind hierfür bestens geeignet. Sie sind wendig, clever und schnell.

Viehhütehunde, die von Dingos abstammten treiben in Australien Rinderherden über weite Strecken. Finnische Lapphunde werden zum Hüten von Rentieren gezüchtet.

Therapiehunde

Einfach Hund - oder natürlich auch ein anderes Tier sein - das reicht bei Therapiehunden/Tieren vollkommen. Sie benötigen kein spezielles Training. Ihr Charakter ist ausreichend.

Ob Krankenhaus, Schule, Kindergarten, Pflegeheim. Sie spenden Trost und geben Freude. Sie bauen auf in schlechten Zeiten und geben uns Lebensmut.

Nachweislich wirkt sich die alleinige Anwesenheit dieser Tier auf die Gesundheit positiv aus. Blutdruck und Puls werden gesenkt. Man fühlt sich gebraucht und sei es "nur" zum öffnen einer Futterdose.

Ebenso verleitet ein Hund natürlich auch zur physischen Aktivität.

Zudem kommt man mit anderen Menschen schnell ins Gespräch und lernt Empathie.

Weitere Hundejobs

Einige kleinere Hunderassen werden in manchen Fabriken zur Ungezieferbekämpfung eingesetzt oder früher wurden größere Rassen zum Lastentransport oder zum ziehen von Karren eingesetzt.

Schlittenhunde, hier allen voran Huskies werden in schneereichen Regionen eingesetzt um Mensch und Last zu transportieren. Sie sind in der Lage innerhalb 24 Stunden gut 200 KM zurück zu legen.

Der Flugfeldpolizist

Border Collie Piper arbeitet in Traverse City, Michigan (USA). Er hält das Flugfeld frei von Wildtieren um für beide Seiten lebensbedrohliche Unfälle zu vermeiden. So verjagt er Vögel, Wildschweine, Hasen und weitere Tierarten. Seine Ausrüstung umfasst Notfallkoffer, Schutzbrille, Spezialschuhe gegen den Teer, Sicherheitsweste und natürlich eine Kennung.

 

Zum Ende hin sei gesagt, dass es oberste Priorität sein muss, dass die Tiere in Freiraum haben, Spaß bei der Arbeit empfinden und nicht bis zum Rande der Erschöpfung getrieben werden. Beispiel Schlittenhunderennen. Derart sinnlose Aktivitäten lehnen wir strikt ab, nicht zuletzt da es hier vermehrt zu Todesfällen aufgrund Erschöpfung der Hunde kommt.

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