Lebewesen als Ware

Zu kaufen gibt es alles

© jarun011

Ob Zoogeschäft (Zoologischer Fachhandel hat den Namen nicht verdient, wenn lebende Tiere angeboten), (manches) Tierheim, online oder sogar im Baumarkt. Lebewesen, die wie wir Schmerz, Leid und Liebe fühlen werden wie Produkte verscherbelt.

Zu kaufen gibt es wirklich Alles von der Rassekatze, über exotische Vögel oder Reptilien bis hin zum Tiger! Ein widerliches und rücksichtsloses Geschäft, dass jedem mit etwas Empathie völlig klar sein sollte. Dennoch werden Millionen von Tieren – verraten und verkauft und mit den Tieren verkaufen mit auch das letzte Stück an Moral.

Besonders stark floriert der online-Handel. Ist der Weg zum Tier zu weit, dann wird das lebende Tier einfach mal mit der Post verschickt. Etliche Logistikfirmen bieten diesen mehr als fragwürdigen und niederträchtigen „Service“ an. Klar, steht doch Geld über Moral. Ungiftige Insekten oder Spinnen dürfen sogar als normales DHL Paket versendet werden.

Auf das Wohl der Tiere wird in keinster Weise Rücksicht genommen. Tiere werden überzüchtet, werden der Wildnis entnommen und damit Ihrem Recht auf Freiheit beraubt, bis zum Tode gequält und sterben bei dem Transport. Für was? Für was zur Hölle braucht es ein Papagei Zuhause? Das ist ein Vogel, ein Vogel hat selbst in Gefangenschaft geboren das Bedürfnis zu fliegen! Wir sperren Ihn des eigenen Egoismus wegen in einen winzigen Käfig! Ist das ok? Nein, ist es nicht. Unter schlimmsten Qualen gezüchtete Hunde und Katzen? Der seriöse Züchter? Was soll ich von Jemandem halten, der aufgrund des Profits Tier, lebende Wesen als Ware ansieht???? Das als akzeptabel zu sehen ist schlicht eine Diktatur der Menschheit zu akzeptieren, es ist anmaßend, egoistisch, unmoralisch und nicht zu rechtfertigen. Tierheime sind voll und es gibt seriös arbeitende Tierheime, die nicht der Eigenprofilation wegen arbeiten oder um sich selbst darzustellen. Gebt einem gestrandetem Tier ein liebevolles Zuhause – das ist Tierliebe!

Das größte Problem in Sachen Tierhandel stellt das Internet dar. Nicht nur, dass die Tiere teils über Kontinente verschickt werden, dabei in Transportboxen auf engstem Raum und in völliger Dunkelheit, ohne Nahrung und Wassern eingeschlossen sind. Die Angebote selbst sind nicht seriös. Man versucht seröse Verkäufer von unseriösen Verkäufern zu trennen. Unsere Meinung ist klar: Die einzig moralisch akzeptable Vermittlung von Tieren erfolgt über Tierheime und Gnadenhöfe. Ein Verkäufer ist bereits dann nicht seriös, wenn ein Lebewesen als Ware betrachtet wird und der Profit im Vordergrund steht. Natürlich können bei sogenannten professionellen Züchtern die Haltungsbedingungen weitaus besser sein und die Tiere geimpft und in gutem gesundheitlichen Zustand sein. Das ändert allerdings absolut nichts daran, dass der Mensch das Tier als minderwertige Ware behandelt.

Die Bedingungen sind meist katastrophal. Dutzende Hunde/Katzen werden auf wenigen Quadratmetern in einer Privatwohnung gehalten, schlafen in Ihrem eigenen Kot. Keine medizinische Versorgung bis hin zur Inzucht. Futter und Wasser auch nur in dem Maß, dass das Tier am Leben bleibt (die Ware).

Exoten wie Papageien, Reptilien stammen meist aus Wildfängen, also wird zugleich noch die jeweilige Art gefährdet. Hier kann man nur sagen: Schaltet euer Hirn incl. Empathie ein und bewundert die heimische Vogelwelt, beobachtet im Garten, im Wald die Vielseitigkeit unserer Insekten. Auch Reptilien wird man finden. Setzt euch dafür ein, dass genau das erhalten bleibt, sonst wird es mit uns auch bald ein schnelles Ende finden.

Allein 600.000 Reptilien werden in jedem Jahr nach Deutschland verfrachtet – ein mieses Geschäft auf Kosten der Tiere. Auf entsprechenden Blutbörsen wie Reptilienbörse, Spinnenbörse werden die geschundenen Seelen angeboten. Ganz ehrlich: Selbst der Besuch ist unwürdig. Wie wenig Verstand muss man haben um sich daran zu erfreuen ein Tier in einem Plastikbehälter zu bestaunen?

Im Februar diesen Jahres wurde sogar ein Tigerbaby in der Post gefunden. Das arme kleine Tigerbaby war mit Medikamenten ruhig gestellt.

Etwa 1700 Tiere hat der Zoll am Flughafen Frankfurt in 2017 sicher gestellt – nur ein Tropfen auf den heißen Stein – zumal diese Tiere Ihre Freiheit für immer verloren haben.

Affen im Koffer, Fische (teils streng geschützt) in Plastikbeuteln. Zudem etliche illegale Trophäen vom Nashorn bis zum Eisbären.

Ich persönlich schäme mich mehr und mehr einer Spezies anzugehören, die für solche Gräueltaten verantwortlich ist. Eine Spezies, die keinen Respekt und keine Achtung vor der Natur und anderen Lebewesen hat, eine Spezies die einmal mehr beweist, dass Sie nicht in der Lage ist nachhaltig in Einklang mit dem Umfeld zu leben, eine Spezies, die den Planeten und damit Ihre eigene Grundlage vernichtet.

Es ist beschämend und erbärmlich – das gilt für die Täter als auch die Menschen, die tatenlos diese bestialischen Gräueltaten hinnehmen.

Zurück

Life For Nature | Stiftung für Tierschutz, Natur und Umwelt | 06147-204823 |
© 2018 | Datenschutz | Impressum