Luftverkehr zulasten des Klimas

Luftverkehr zulasten des Klimas

Die energieintensivste Art der Mobilität

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Die CO2-Emissionen des Luftverkehrs tragen bereits jetzt etwa zu fünf Prozent zur globalen Erwärmung bei. CO2 ist zudem nicht das einzige Treibhausgas, das Flugzeuge ausstoßen. Durch die direkte Eintragung insbesondere von Stickoxiden und Wasserdampf in hohe Luftschichten entstehen laut dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Klimawirkungen, die zwei- bis fünfmal höher sind, als die durch CO2. 

Der Flugverkehr, der vom Flughafen München ausgeht, ist schon ohne die dritte Startbahn der größte Klimakiller in Bayern. Er ist jedes Jahr für 7,5 bis 10 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich. Das ist ein Zehntel des Gesamtausstoßes in Bayern.

Gleichzeitig wird der Luftverkehrssektor in Deutschland mit zehn Milliarden Euro pro Jahr subventioniert, indem Kerosin von der Energiesteuer und internationale Flüge von der Mehrwertsteuer befreit werden. Hinzu kommt, dass viele Flughäfen ohne Steuergelder der Länder und Kommunen längst pleite wären und die meisten Billigflieger nicht fliegen würden. Die Einführung der Luftverkehrssteuer 2011 war ein erster Schritt zum Subventionsabbau. Der Rest von Deutschland gibt kein besseres Bild ab.

Der BUND Naturschutz und wir fordern:

  • Subventionsstopp
  • Mineralölsteuer für Kerosin
  • Umstieg auf die Schiene statt Kurzstreckenflüge
  • Reduzierung der Lärmemissionen
  • Nachtflugverbot
  • Keine Flughafenerweiterungen
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Mehr Verkehr auf die Schiene

Der Bahnausbau kommt seit Jahren jedoch kaum voran. Während jährlich mehr Finanzmittel für den geplanten zweiten Münchner S-Bahn-Tunnel reserviert werden, fehlt die Finanzierung für viele dringend notwendige Bahn-Infrastrukturprojekte in ganz Deutschland. Eine erheblich günstigere zweite Münchner S-Bahn-Stammstrecke über den Südring würde Mittel für viele Projekte in der Fläche Bayerns freimachen. Der BUND Naturschutz hat daher ein Konzept erarbeitet, wie diese Mittel investiert werden können, damit ganz Deutschland profitiert.

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Klima- und Naturzerstörer Autoverkehr

Der Verkehr auf deutschen Straßen wächst beständig an. Immer mehr Fahrzeuge legen immer mehr Kilometer pro Jahr zurück und eine Umkehr dieses Trends ist nicht abzusehen. Doch der Straßenbau ist keine Lösung für die wachsenden Verkehrsprobleme. Er bringt insgesamt keine Entlastung der Menschen, sondern noch mehr Lärm und Abgase, die unsere Gesundheit ebenso schädigen wie das Klima. 

Neue Autobahnen lassen den LKW- Transitverkehr durch Deutschland weiter wachsen. Wichtiger als neue Straßen wäre die Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes und die Stärkung von Bus und Bahn. Doch essollen immer noch tausende Kilometer Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen für Hunderte Millionen Euro neu gebaut werden. Damit sind viele Heimatlandschaften und Juwele des Natur- und Artenschutzes bedroht. Die Erholungsmöglichkeiten auch in allen Regionen des Landes werden zunehmend eingeschränkt.

Deswegen wird ein intelligentes Verkehrskonzept gefordert, attraktive Bahnen und Busse, sichere Fuß- und Radwege und Zug um Zug auf die Verlagerung der Güter auf die Bahn. Als Alternative zu neuen Autobahnen und Schnellstraßen können regional angepasste Straßenausbaulösungen und Verkehrsberuhigungen die Belastung von Mensch und Umwelt verringern helfen.

 

Quellen: BUND-Bayern

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