Minimalismus

Weniger ist mehr

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Den Begriff des Minimalismus kann man durchaus sehr unterschiedlich deuten und wird entsprechend differenziert gedeutet. Minimalistisch leben lässt sich durch möglichst wenig Eigentum, im Zeitmanagement oder auch hinsichtlich des Tier-, Natur- und Umweltschutzes bezüglich des Verbrauchs von Gütern, Energie, etc..

Die verschiedenen Aspekte lassen sich differenziert betrachten und müssen nicht zwangsläufig im Einklang miteinander sein.

Minimalistisch zu leben bringt viele Vorteile, birgt allerdings auch gewisse Gefahren.

Die Gefahren liegen oftmals darin, dass schnell ein Streben nach der persönlichen Perfektion entsteht und dar die Perfektion meist unmöglich zu erreichen ist, kann ein zwanghaftes Verhalten entstehen die eigenen Abläufe mehr und mehr zu optimieren. Das Resultat liegt im gegenteiligen Wunsch freier zu sein und es wird schwer zufrieden zu sein, was den ursprünglichen Zweck unterwandert.

Der grundlegende Gedanke ist schlicht freier zu werden.

 

Weniger Besitztümer

Die Rechnung ist einfach: Weniger Besitztümer, ein kleineres Haus, eine kleinere Wohnung, umso weniger Arbeit und damit Zeit ist zu investieren. Zudem schont es auch den Geldbeutel, was erneut Freiräume gewährt. Entgegen weitläufiger Meinung überschaut das Genie nicht das Chaos. Geordnete Menschen haben den „freieren“ Geist.

Eine aufgeräumte, kleine Wohnung macht weniger Arbeit, verschwendet weniger persönliche Energie, kostet weniger Zeit und damit auch weniger Nerven. Man hat sich schlicht um weniger Dinge zu kümmern, alles ist übersichtlicher und damit einfacher zu managen.

Für den Natur- und Umweltschutz muss das geringere Eigentum keinen positiven Effekt haben. Hier ist der Minimalismus in Form des Verbrauchs entscheidend.

 

Geringerer Verbrauch, weniger Konsum

Was nutzt es der Natur und Umwelt, wenn ich die Hälfte meiner Kleidung entsorge, oder gar anfange in einem Zelt im Wald zu wohnen, wenn ich zeitgleich meinen Verbrauch nicht reduziere? Beides muss nicht zwangsläufig im Einklang miteinander sein. Minimalismus im Konsum bedeutet logischer Weise nur die Konsumgüter zu verbrauchen, die wirklich benötigt werden und beispielsweise Lebensmittel möglichst komplett zu verbrauchen.

Effizienter Minimalismus bedeutet hier einen möglichst geringen Fußabdruck auf der Erde zu hinterlassen. Weniger Müll, weniger Wasserverbrauch, weniger Energieverbrauch. Licht, Wasser Heizung, Lebensmittelkonsum, Freizeitaktivitäten, die Umwelt unfreundlich sind zu meiden, weniger mit dem Auto zu fahren, etc.. Es bedeutet sich die Frage zu stellen wie ich vorhandene Quellen effizient nutzen kann.

Es schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch Ressourcen und damit Natur und Umwelt – letztendlich wieder uns.

 

Effizientes Zeitmanagement

Zeit ist ein endliches Gut, demnach ist es sinnig seine Zeit gut zu planen und investieren. Ob privat oder beruflich können durch eine gute Struktur enorm viele Freiräume geschaffen werden. Ein Beispiel stellt die Planung von privaten Abläufen bei der Erledigung der täglichen Aufgaben dar. Ich muss heute zur Post, zur Bank und Einkaufen. Hier stellt sich die Frage nach dem schnellsten Weg, beachten könnte man anhand der Erfahrung zusätzlich wann genau ich diese Erledigungen bewerkstellige. Wann ist auf der Post, Supermarkt, etc. der größte Kundenandrang, wann komme ich am schnellsten durch den Supermarkt und habe die kürzesten Wartezeiten oder bin ich mit dem Auto, dem Fahrrad oder gar zu Fuß schneller.

Es sind einfachste Punkte, die helfen: Bei mir fängt es damit an, dass ich meine Post direkt an der Papiertonne öffne.

Im beruflichen könnte man ebenso hinterfragen welche Aufgaben ich zu welcher Zeit am Effizientesten erledigen kann. Während der Kopierer läuft kann ich parallel ein Telefonat erledigen oder eine email schreiben.

Sinnig ist zudem zu wissen was man genau mit der gewonnen Zeit anstelle. Was nutzt es mir, wenn ich meine täglichen Aufgaben beim Arbeitsplatz innerhalb 3 Stunden erledige, wenn zeitgleich ein 8-Stunden Arbeitstag gegenüber steht. Das Resultat: Ich werde mit noch mehr Aufgaben betreut. Zudem könnte Unmut bei den Kollegen aufkommen.

Im privaten Bereich im Grunde das Gleiche: Nutze ich die gewonnen Freizeit für mich, für Andere oder weiß ich mit der Zeit nichts anzufangen?

 

Fazit:

Auch wenn zwischen den darüber hinaus weiteren Möglichkeiten kein direkter Zusammenhang entstehen muss, zeichnet es sich dennoch ab, dass Menschen die bewusst auf materielle Dinge verzichten Ihren Geist freisetzen und damit offener für Nachhaltigkeit sind und bewusster mit anderen Lebewesen wie Tieren und Mitmenschen umgehen und wesentlich nachhaltiger leben. Das muss nicht immer zutreffen, aber eine deutliche Tendenz ist zu erkennen.

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