Steuerhilfen ohne Not

Steuerhilfen ohne Not

"Unsere" Landwirtschaft

© X. BEGUET- Panorama

In 2018 erhielt der Bauernverband 340 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen aufgrund der Ernteverluste infolge des Hitzesommers. Die Hälfte zahlt der Bund und die zweite Hälfte die Länder. Den Verlust bezifferte man auf 50 – 70% der Ernte, teils auch als Totalausfall. Nachweis – Zumindest fraglich.

Ein Verband, der keine Bereitschaft zeigt sich den Gegebenheiten anzupassen wird subventioniert. Bei den Verknüpfungen zwischen Verbänden und Politik wiederum nicht verwunderlich. Doch wo soll das Ganze hin führen? Es wird sicher nicht der letzte Hitzesommer in Deutschland gewesen sein. Zudem stellt sich mir die Frage: Können nun Schwimmbäder eine Entschädigung erhalten, wenn es überdurchschnittlich regnet? Generell: Kann nun jeder Gewerbetreibende Entschädigungen einfordern, wenn das Wetter die Arbeit behindert???

Landwirte die von konventioneller Landwirtschaft auf nachhaltige und ökologische Landwirtschaft umschwenken sollen unterstützt werden. Doch genau das passiert nicht, oder nur im geringen Umfang. Ein völlig absurder Weg.

Interessant zu sehen, dass Biobauern wesentlich weniger Ernteverluste zu verzeichnen haben, als die konventionellen Landwirte, die ohne Einsicht und Willen weiterhin dafür sorgen, dass genau das Szenario eintrifft für das die Steuerzahler nun jährlich auszugleichen haben. Im Grunde doppelt, den höhere Preise aufgrund Ernteverluste sollen wir ja noch zusätzlich zahlen.

 

Biobauern im Vorteil

Nicht nur, dass Biolandwirtschaft nachhaltiger ist, auch sind die Ernteverluste  in zu stemmenden Grenzen.

Fruchtfolge ist hier das Zauberwort. Die Fruchtbarkeit der Böden bleibt erhalten, wenn in jedem Jahr andere Pflanzen angebaut werden. Hier wird der Humusaufbau gefördert. Die Böden nehmen das Wasser besser auf und speichern es ebenso besser.

Entsprechend niedriger ist der Ertragsausfall der Biolandwirte.

Fakt ist nun mal, dass die konventionelle Landwirtschaft und die Sturheit, Ignoranz  und schlicht  Gier, allen voran unter Führung von Joachim Rukwied das große Problem darstellt und die Mitverantwortung bezüglich Klimawandel, verseuchte Böden, verseuchtes Trinkwasser, verseuchte Luft, Insektensterben, etc. trägt. Berücksichtigt man die Folgeschäden durch konventionelle Landwirtschaft vereint mit unsinnigen Subventionen, dann würde ein Bruchteil des Geldes ausreichen um die Biolandwirtschaft soweit zu fördern, dass auch jeder Normalverdiener sich hochwertige Bioprodukte leisten kann.

Daher fordern wir ebenso, dass finanzielle Hilfen nur an Landwirtschaftsbetriebe gezahlt werden, die klimagerecht und nachhaltig operieren. Doch wie erwähnt ist es ausgerechnet die Bundesregierung, die sich in aller Regelmäßigkeit gegen zukunftsorientierte Denkweisen auch seitens EU richtet und Vetternwirtschaft den Vorrang gibt.

 

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