Von Tieren lernen

Intelligente Lebewesen

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Der Mensch als die überlegene Art dieser Erde. An der Spitze der Nahrungskette. Das intelligenteste Lebewesen.

Letzteres darf und muss sogar stark bezweifelt werden, da man sich die Frage stellen darf, wie intelligent ein Lebewesen wohl sein kann, dass seine eigene Lebensgrundlage nach und nach zerstört und in weniger als 20 Jahren vor einem Berg der Vernichtung und ohne eigene Lebensgrundlage stehen könnte.

Überlegen sind wir zudem auch weniger der vermeintlichen Intelligenz als mehr der physischen Voraussetzungen. Unsere Entwicklung ist weniger Wissen, denn viel mehr des Aufbaus von physischen Grundlagen geschuldet. Der Löwe hätte wahrscheinlich auch längst angefangen Steine nach seiner Beute zu werfe, wenn er denn 2 Hände hätte.

Weiter könnte man die Frage der Notwendigkeit stellen. Oftmals spricht es nicht gerade von Intelligenz, wenn man sich das Verhalten und den Tagesablauf eines Menschen ansieht.

Wir sind von endloser Gier getrieben, von streben nach Macht und mehr Besitz, obwohl mehr als deutlich ist, dass wir bald nichts mehr davon haben und ungeachtet der Zustände für mögliche kommenden Generationen, die wir hinterlassen.

Wir wollen wachsen und mehr – von Allem. Die Menschheit wächst. Nur wohin? Der Planet Erde wächst nicht mit. Man muss wohl kein Prophet sein um zu erkennen, dass die Menschheit mit dem Streben nach Wachstum an die Wand fahren wird. Wohlstand ohne Wachstum sollte angestrebt werden und das sehr sehr schnell.

In der Tat hat die Menschheit den Punkt erreicht, an dem Ökologie in jeder Entscheidung vor Ökonomie stehen sollte. Das fängt nicht erst bei Politik und Konzernen an, sondern bei jedem Einzelnen Zuhause.

Höchste Zeit etwas zu machen und zu ändern. Am besten jeder fängt zuerst bei sich an.

Wie Tiere fühlen - arte

Gefühle wie wir

Tier haben Gefühle wie wir. Sie verspüren Schmerz, Leid, Trauer und Freude. Viele Arten der Kleinen brauchen Ihre Mutter und müssen umsorgt, gepflegt, gefüttert und beschützt werden. Tiere haben Kinder, Eltern, Tanten, Onkel, Geschwister und auch beste Freunde.

Unter den Arten gibt es Familientiere und Einzelgänger. Man findet ausgeprägte Sozialverhalten, Aufopferung füreinander, Empathie, Sympathie - selbst unter verschiedenen Arten und Symbiose. Zudem viele weitere charakteristische Eigenschaften, die uns teils weit voraus sind und teils wird und immer weiter entfernen.

Höchste Zeit sich den Eigenschaften der Tiere nicht nur zu widmen, sondern von Ihnen zu lernen.

In der Tat sind uns einige Tierarten in vielen Dingen überlegen, oder man sollte vielleicht besser sagen in Sachen Weitsicht. Verhaltensweisen, die auch für uns selbstverständlich sein sollten reden wir uns mehr ein, als Sie vorhanden sind. Hier sollten wir von Tieren lernen: Mitgefühl, Treue, Rat, Hilfe, Unterstützung, Fairness, Vertrauen, Teamgeist, Sozialverhalten, Stressvermeidung, Zusammenhalt und vieles mehr.

Die Natur regelt sich seit Millionen Jahren selbst, spätestens in der Antike fing der Mensch an mit erheblicher Nachwirkung negativ einzugreifen. Jedes Tier hat es verstanden eine Symbiose mit seiner Umwelt einzugehen, entweder im direkten oder zumindest indirekten Sinne. Tierbestände regulieren sich in Sachen Jäger und Gejagte selbst, Pflanzen wie Bäume, etc. versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen um langfristig Ihre Existenz zu sichern. Nur der Mensch ist hierzu nicht in der Lage und zerstört seine eigene Lebensgrundlage und in absehbarer Zeit sich selbst.

Mit Ressourcen haushalten - man müsste wohl nichts weiter hierzu sagen, der Umgang mit seinen Vorräten, keine Maßlosigkeit, das Nötigste und kein Überfluss. Kurz nicht mehr verbrauchen als vorhanden ist. Gleiches gilt auch für die eigene Energie - nicht unnötig Kraft und Leistungsvermögen verschwenden. Löwen sind hier die Meister darin. Es wird nicht unnötig Kraft verschwendet. Als Räuber wird auch auf die schwächeren und kranken Tiere in erster Linie gegangen. Die Stärkeren überleben und sichern somit den Fortbestand der eigenen Gruppe.

Fairness - die freie Marktwirtschaft (ich komme aus der Versicherungsbranche), ist in keinster Weise fair. Es wird gelogen und betrogen, immer weniger offen miteinander Probleme angesprochen. Wie viele haben es selbst erlebt (oder selbst gemacht), dass hinter dem Rücken des Anderem schlecht geredet wird? Teils weit unter der Gürtellinie oder mit fragwürdigem Wahrheitsgehalt? Machen Sie es doch wie Bisons oder Hirsche - 1 gegen 1, von Angesicht zu Angesicht, Fair und gewähren Sie dem Unterlegenen den Rückzug - wie es echte Sieger eben machen.

Erfahrungen - Junge, aus Fehlern lernt man hörte auch ich. Warum sollte ich selbst Fehler machen? Vielleicht sollte man einfach einmal aus den Fehlern der Anderen und/oder Vergangenheit lernen. Ich denke nicht, dass man einen Fehler selbst machen muss um daraus zu lernen, es kommt sicher immer mal wieder vor. Es lässt sich allerdings allzu oft ein Fehler ´vermeiden, wenn ich um Rat und vor Allem Erfahrung gefragt habe. Wie bei Elefanten - Die Jungen lernen von den Elefanten und vertrauen Ihnen. Wo ist die nächste Wasserstelle oder wo gibt es Fressbares. Es gilt das Vertrauen nicht auszunutzen. Elefanten schaffen es und wir etwa nicht?

Vertrauen - Das Vertrauen wird ebenso immer häufiger ausgenutzt. Man wird belogen und betrogen. Wir überlegene Art....?!? Vertrauen schafft ein vernünftiges und nachhaltiges Miteinander und führt langfristig zum Erfolg, sofern das Vertrauen nicht ausgenutzt wird - wie beim Elefanten eben....

Das Team ist stärker als der Einzelne - Gute oder schlechte Entscheidung? Entscheide ich Allein sind die Chance absolut bei 50%. Die Wahrscheinlichkeit der guten Entscheidung steigt allerdings zumeist wenn ein Team sich berät und gemeinsam entscheidet - durch ein Voting wie bei den Bienen beispielsweise, wenn es darum geht ob ein Bau gut geeignet ist. Es wird sich gemeinsam von der Situation überzeugt und abgestimmt.

Sozialverhalten - Lügen, Drohungen, Jeder für sich, Jeder denkt nur noch an sich. In den vergangenen Jahren mit beängstigend steigender Tendenz. Das sowohl im kleinen Rahmen bis hin zu Präsidenten von ganzen Ländern. Vielleicht gemeinsame Probleme auch gemeinsam angehen? Dabei gleichzeitig spezifische Probleme dem Einzelnen überlassen und nicht den Vormund spielen? Gemeinsam lässt sich einfacher ein Ziel erreichen. Kaiserpinguine stellen sich zum wärmen zusammen. Delfine jagen im Kollektiv mit Raubvögeln, Büffel verteidigen die Gruppe gemeinsam gegen Löwen und so weiter - mit großem Erfolg. Davon sehe ich bei uns Menschen ... nichts.

Stress - Gerade wir Deutschen zeigen ein paranoides Verhalten, dass sich den US Amerikanern nähert. Wir haben Angst vor allem. Wir haben Angst zu spät zu Arbeit zu kommen, bevor wir am Tag zuvor im Bett sind. Herr Gott, der Stress reicht noch, wenn man morgens tatsächlich verschlafen hat. Hätte man möglicherweise nicht, wenn man ohne Stress eingeschlafen wäre. Permanente Sorgen und Gedanken über die absurdesten Dinge. Es gilt Ruhe zu bewahren, die Situation gelassen im Auge zu behalten und dann zu reagieren, wenn es nötig ist. Das erhöht die Lebenserwartung. Etwa wie bei Fluchttieren in der afrikanischen Savanne. Raubkatzen sind nicht sonderlich erfolgreich.

Mitgefühl zeigen - Mittlerweile fotografieren Menschen lieber sterbende Mitmenschen als Ihnen zu helfen, Zivilcourage? Fehlanzeige. heutzutage könnte man in jeder deutschen Großstadt als Mann ein Mädchen verprügeln und nichts passiert. Unvergessen die Bilder des Jungen, der in ein Gorillagehege gefallen ist und der Gorilla sich liebevoll schützend an seine Seite stellte, Büffel die Ihresgleichen verteidigen und so weiter.

Flexibilität - Alles muss mit dem Chef abgesprochen werden, oder dem Vorstand (ein Grund zur Gründung meiner eigenen Stiftung), es folgt zum Einen enorme Trägheit in der Struktur, zum Anderen entscheiden oft Menschen, die in spezielle Sachverhalte in keinster Weise vernünftigen Einblick haben. Oder es wird von Oben durch gefühlte 50 Instanzen herunter entschieden - furchtbar und extrem unproduktiv, zumal es sogar mehr Stress und Arbeit bedeutet für weniger Ertrag. Lieber einzelne Bereiche gliedern, die unkompliziert in der Hierarchie entschieden werden. Ein Aufgabenbereich (oder wenige), in der ohne Rücksprache entschieden werden kann - wie bei Ameisen.

Auch in Sachen Moral sind uns die meisten Tiere weit voraus.

Es gibt sicher noch hunderte solcher Beispiele, vielleicht für den Ein oder Anderen ein kleiner Anreiz sich mit diesem Thema zu beschäftigen:

 

Hierzu die Literaturempfehlung:

Die Intelligenz der Tiere - Carl Safina
Das Seelenleben der Tiere - Peter Wohlleben

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